Java – Yogyakarta

Die Stadt Yogyakarta in Zentraljava liegt in der gleichnamigen Sonderregion und ist eines der beiden verbliebenen Sultanate Indonesiens. Noch heute steht das Gesetz des Sultans teilweise über nationalem Recht. Die Stadt ist das Zentrum der javanischen Kultur und hauptsächlich bekannt für ihre Puppenspiele, Musik, Silberschmuck und Batik.  

Touristen werden gerne vor den Sehenswürdigkeiten, von sehr hilfsbereiten Einheimischen die zufällig vorbeikommen, abgefangen, und zu der ebenso zufällig stattfindenden Batikaustellung der staatlichen Kunstakademie gelotst. Natürlich hat man Glück, die Ausstellung endet am nächsten Tag, was sich natürlich auch auf die Last-Minute Sonderrabatte auswirkt… Hat man diese Masche überstanden, freut man sich wieder einmal nichts gekauft zu haben, die anderen Ausstellungen haben komischerweise die selben Motive und Preise. Die kostenlose Tasse Tee lässt sich aber trotzdem überall genießen.

Aufgrund des Independence Days haben viele der Sehenswürdigkeiten geschlossen und wir nutzen die Stadt nur als Ausgangspunkt zu verschiedenen Tempelanlagen.


Prambanan

Etwa 850 wurde der hinduistische Candi Prambanan errichtet, aber kurz darauf sich selbst und dem Zerfall überlassen. 1918 wurde begonnen, den Tempel wieder aufzubauen. Einen herben Rückschlag erlitten die Arbeiten bei einem schweren Erdbeben 2006. 

Heute stehen noch das Hauptgebäude und einige größere Schreine. Drumherum liegt ein Trümmerfeld, welches nach und nach rekonstruiert werden soll. Die Ausmaße der Anlage sind dennoch enorm beeindruckend. 

Der Legende nach soll hier ein Prinz in nur einer Nacht insgesamt 1000 Tempel erbaut haben. Die schöne Prinzessin Loro Djonggrang, um die der Prinz freite verschmähte ihn und stellte ihm die offenbar unlösbare Aufgabe 1000 Tempel in nur einer Nacht zu bauen. Als 999 Tempel mit Hilfe einiger Dämonen fertig waren erkannte die Prinzessin ihre missliche Lage und ersann eine List. Die Königstochter ließ Feuer am Horizont anfachen und täuschte so den Sonnenaufgang vor. Damit war die Aufgabe des Prinzen verloren, er konnte die Prinzessin nicht heiraten. Zur Strafe soll er sie in den tausendsten und zugleich größten Tempel von allen verwandelt haben. 

  
    
    
    

In unmittelbarer Nachbarschaft finden sich auch buddhistische Tempel mit mächtigen Ausmaßen.     
   

Borobodur  

Die zweite bedeutende Anlage ist Borobodur, ein ebenfalls um 800 errichteter buddhistischer Tempel. Durch den nahegelegenen Vulkan Merapi von Asche verschüttet, geriet der Tempel mehrere hundert Jahre in Vergessenheit. Erst 1814 wurde er wiederentdeckt und nach und nach restauriert. 

Auf neun Stufen schlängelt sich ein 5 km langes Flächenrelief mit Motiven aus dem Leben Buddhas. Die drei höchsten Stufen sind mit 76 Stupas bestückt. Die Ausmaße lassen sich schwer auf einem Foto festhalten.

            Da wir die Tour an zwei Tagen mit dem Roller gemeistert haben, war genug Zeit sich auch abseits der Touristenziele umzusehen (sich zu verfahren). Dort wurde uns zB stolz der Umzugswagen für den Karneval präsentiert:  

Eine Antwort auf „Java – Yogyakarta“

  1. Sehr schön das letzte Foto, wir sind alle begeistert! 🙂 Waren heute „wandern“ bzw. Lotto rumtragen auf der Alm. Wetter ist noch top! Mehr Fotos mit euch drauf! Viele Grüße von allen aus dem Allgäu!

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