Java – Mount Bromo

Von Yogya geht es auf eine 14-stündige Fahrt Richtung Osten. Ziel ist der Gunung Bromo, einer der aktivsten Vulkane Javas. Um drei Uhr morgens starten die Jeeps vom nahegelegenen Dorf zu einem gegenüberliegenden, etwas höheren Berg, mit guter Sicht auf den 2329 Meter hohen Bromo.
Dort warten alle gespannt auf den Sonnenaufgang.       

links der rauchende Krater des Gunung Bromo

 

Anschließend fahren wir weiter, durch den Sea-of-Sand, zum Fuß des eigentlichen Kraters.
  

Blick in den Krater, der Schwefel raubt einem den Atem

Die Schattenseiten dieser Touren: Massen von Jeeps brettern täglich den Berg hinauf, jeder Jeep bringt ca. fünf Leute (400 waren es bestimmt), der längste Selfiestick gewinnt, Fotos werden grundsätzlich mit Blitz geschossen, der feine Staub und die Schwefeldämpfe reizen die Lunge.

Der Blick entschädigt trotzdem für die anstrengende Fahrt und das frühe Aufstehen. Nächstes Mal würde ich auf eigene Faust losziehen, um den Massen zu entkommen.

  

Weiter geht es mit dem Public-Bus, wieder 12 Stunden Fahrt.
Ziel ist Denpasar, Bali.

Da raucht einem schonmal der Kopf.

Java – Yogyakarta

Die Stadt Yogyakarta in Zentraljava liegt in der gleichnamigen Sonderregion und ist eines der beiden verbliebenen Sultanate Indonesiens. Noch heute steht das Gesetz des Sultans teilweise über nationalem Recht. Die Stadt ist das Zentrum der javanischen Kultur und hauptsächlich bekannt für ihre Puppenspiele, Musik, Silberschmuck und Batik.  

Touristen werden gerne vor den Sehenswürdigkeiten, von sehr hilfsbereiten Einheimischen die zufällig vorbeikommen, abgefangen, und zu der ebenso zufällig stattfindenden Batikaustellung der staatlichen Kunstakademie gelotst. Natürlich hat man Glück, die Ausstellung endet am nächsten Tag, was sich natürlich auch auf die Last-Minute Sonderrabatte auswirkt… Hat man diese Masche überstanden, freut man sich wieder einmal nichts gekauft zu haben, die anderen Ausstellungen haben komischerweise die selben Motive und Preise. Die kostenlose Tasse Tee lässt sich aber trotzdem überall genießen.

Aufgrund des Independence Days haben viele der Sehenswürdigkeiten geschlossen und wir nutzen die Stadt nur als Ausgangspunkt zu verschiedenen Tempelanlagen.


Prambanan

Etwa 850 wurde der hinduistische Candi Prambanan errichtet, aber kurz darauf sich selbst und dem Zerfall überlassen. 1918 wurde begonnen, den Tempel wieder aufzubauen. Einen herben Rückschlag erlitten die Arbeiten bei einem schweren Erdbeben 2006. 

Heute stehen noch das Hauptgebäude und einige größere Schreine. Drumherum liegt ein Trümmerfeld, welches nach und nach rekonstruiert werden soll. Die Ausmaße der Anlage sind dennoch enorm beeindruckend. 

Der Legende nach soll hier ein Prinz in nur einer Nacht insgesamt 1000 Tempel erbaut haben. Die schöne Prinzessin Loro Djonggrang, um die der Prinz freite verschmähte ihn und stellte ihm die offenbar unlösbare Aufgabe 1000 Tempel in nur einer Nacht zu bauen. Als 999 Tempel mit Hilfe einiger Dämonen fertig waren erkannte die Prinzessin ihre missliche Lage und ersann eine List. Die Königstochter ließ Feuer am Horizont anfachen und täuschte so den Sonnenaufgang vor. Damit war die Aufgabe des Prinzen verloren, er konnte die Prinzessin nicht heiraten. Zur Strafe soll er sie in den tausendsten und zugleich größten Tempel von allen verwandelt haben. 

  
    
    
    

In unmittelbarer Nachbarschaft finden sich auch buddhistische Tempel mit mächtigen Ausmaßen.     
   

Borobodur  

Die zweite bedeutende Anlage ist Borobodur, ein ebenfalls um 800 errichteter buddhistischer Tempel. Durch den nahegelegenen Vulkan Merapi von Asche verschüttet, geriet der Tempel mehrere hundert Jahre in Vergessenheit. Erst 1814 wurde er wiederentdeckt und nach und nach restauriert. 

Auf neun Stufen schlängelt sich ein 5 km langes Flächenrelief mit Motiven aus dem Leben Buddhas. Die drei höchsten Stufen sind mit 76 Stupas bestückt. Die Ausmaße lassen sich schwer auf einem Foto festhalten.

            Da wir die Tour an zwei Tagen mit dem Roller gemeistert haben, war genug Zeit sich auch abseits der Touristenziele umzusehen (sich zu verfahren). Dort wurde uns zB stolz der Umzugswagen für den Karneval präsentiert:  

Java – Bandung

Früher „Paris von Java“ genannt, ist Bandung heute nichts weiter als die viertgrößte  Stadt Indonesiens. Außer einigen Art-Deco-Gebäuden hat sie wenig Schönes, dafür in etwa das gleiche Verkehrsaufkommen wie Jakarta. 

Interessanter ist die Umgebung mit dem Vulkan Tangkuban und riesigen Teeplantagen.

   
         

Eine spezielle Sache Indonesiens ist der sogenannte Kopi Luwak oder Katzenkaffee. Eine spezielle Art Schleichkatzen, Paradoxurus hermaphroditus, ernährt sich gerne von Kaffeekirschen. Enzyme im Verdauungstrakt der Tiere fermentieren die Bitterstoffe der Bohnen, nur die Schale wird vollständig verdaut. (Hinten-) heraus kommt ein extrem milder, geschmacksintensiver Kaffee. Die hohen Preise (200.- €/kg Rohkaffee) verleitet leider viele Züchter, die Tiere unter schlimmen Bedingungen auszubeuten. 

Die Farm die wir besuchten, sah, mit den wenigen Tieren und einigermaßen großen Käfigen, relativ in Ordnung aus. 

     


Viele Touristen gehen zum Shopping in die Jalan Cihampelas (Jeans Street). Hier hat jeder Laden einen Comic- oder Actionhelden als Motto. Verkauft werden ausschließlich teure Marken, alles „Original“ in „best quality“.   In ein bis zwei Tagen hat man hier alles gesehen. Weiter geht es nach Yogyakarta.   

Indonesien – Java – Jakarta

9,6 Millionen Menschen leben in dieser Stadt, 30 Millionen in der Metropolregion (der zweitgrößten der Welt nach Tokio). Jeder hat ein Auto oder ein Zweirad und benutzt durchgehend dessen Hupe. Muss man mal erlebt haben. 

Da man nicht schnell fahren kann, fallen die Unfälle vermutlich weniger schlimm aus. Dafür verliert man aber bereits nach wenigen Stunden einen Lungenflügel wegen der Abgase.  

Am 17.08. werden 70 Jahre Unabhängigkeit gefeiert. Viele Straßen sind gesperrt, alles wird rot-weiß geschmückt und das Chaos ist noch schlimmer als sonst. Weil alle Transportmittel ausgebucht sind, bleiben wir nun etwas länger als geplant.     

Istiqlal-Moschee Die größte Südostasiens
    
zuviel Haut muss verdeckt werden
     
National Monument am Unabhängigkeitsplatz
  
überall wird für die Parade am 17.08. geprobt
  

  

Selfie-Selfie
               Verkehr und Hochhäuser, viel mehr gibt’s nicht zu sehen. 

Borneo – Sabah

Der zweite malaysische Staat Borneos ist Sabah. Hier türmt sich an vielen Ecken der Müll und die Englischkenntnisse der Einheimischen sind deutlich schlechter als auf der Halbinsel. Trotzdem hat der Staat neben den unglaublichen Flächen an Palmöl Plantagen viel Kultur und Natur zu bieten.

An den Stränden trifft man auf schwer bewaffnete Soldaten, da Piraten von den Philippinen immer mehr zum Problem werden.   

Ein erstes Highlight ist der Philippino Markt in Kota Kinabalu. Dort versorge ich mich mit Mangos, Rambutan, Mangosteen und Fisch. 

       

KK ist das Seafood Paradies. In dieser Halle stehen an drei Seiten, auf jeweils 50 Metern, Wasserbecken mit frischen Meerestieren. Man wählt die Tiere und die Zubereitungsart aus und isst in der Mitte. 

  

   

    
 

 

Krebse, Prawns, Austern, Tintenfisch und Gemüse
 

    
Die zweite Stadt die ich besuchte ist Sandakan. Bei einer Wanderung durch den Regenwald gab es wieder eine Begegnung mit einem Orang-Utan, diesmal aber noch viel besser und wirklich nah. Außerdem gab es Schlangen, Kingfisher und Hornbills zu sehen. Leider ohne Fotos, vielleicht bekomme ich aber noch welche.  

Ein Wunderheiler bei der Arbeit 

Sepilok rainforest 

  

   

Rivercruise auf dem Kinabatangan River     

Das war es auch schon wieder mit Malaysia (viel zu kurz!)

Weiter geht’s mit Indonesien. 

Borneo – Sarawak

Angekommen auf Borneo, der drittgrößten Insel der Welt. Ich bereise den nördlichen, malaysischen Teil, der aus den beiden Staaten Sarawak und Sabah besteht. Ein guter Ausgangspunkt für alle Aktivitäten ist Kuching, die Hauptstadt Sarawaks. Sie ist trotz ihrer Größe übersichtlich. 

    
             

    
Nur auf Borneo gibt es die Proboscis Monkeys. Im Bako Nationalpark kann man sie hautnah erleben Video.      

Einen besonderen Abend hatte ich im Tattoostudio der Borneo-Headhunters. Ernesto und Robin, die beiden Artists, stachen einem anderen Reisenden ein Tattoo, traditionell im Stil der Iban mit einem Bambusstab. Bis spät in die Nacht mit den einheimischen Künstlern zusammenzusitzen, verschafft einem ein ganz neues Bild von Land (Themen: Musik, Politik, Korruption, Tattoo-Art)Ebenfalls nur in Malaysia und Indonesien zu finden sind die Orang-Utans. Aus der Nähe und in freier Natur lassen sie sich im Semenggoh Wildlife Centre beobachten. Hier leben 42 halb wilde Orang Utans, die zweimal täglich bei der Fütterung beobachtet werden können. Video